5 Marketing-Trends nach dem Corona-Jahr 2020

Das Jahr 2020 geht nicht nur als „Corona-Jahr“ in die Geschichte ein, es markiert auch einen Wendepunkt bei vielen gesellschaftlichen Entwicklungen. Dabei hat die Pandemie auch erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsstrategie, nicht nur für namhafte Markenunternehmen, sondern auch für jedes mittelständische und regional tätige Unternehmen. In dieser Zeitenwende sind neue Konzepte gefragt, die sich an den veränderten Problemen, Wünsche und Ziele der eigenen Wunsch-Zielgruppen orientieren müssen.

1. Orientierung an Marken

Der stimulierte Impulskauf hat deutlich abgenommen. Gefragt ist die Orientierung an bewährten, traditionellen Marken und Unternehmen, die sich deutlich für ihre Zielgruppe positionieren. Spontankäufe aufgrund von Werbefeuerwerken geraten in den Hintergrund. Dagegen bieten überregionale und lokale Marken den Konsumenten Orientierung und Vertrauen. Die Kunden verlangen nach mehr Sicherheit und genau diesen Wunsch nach Balance erfüllen in der Regel Unternehmen, die mit einer klaren Strategie unterwegs sind und keine kurzfristigen Modetrends folgen.

2. Nachhaltigkeit ist Trumpf

Unternehmen, die nicht mehr klar und deutlich eine nachhaltige Produktion und Leistungen dokumentieren und nachweisen können, werden von den Käufern gemieden. Dabei ist Nachhaltigkeit kein Nice-to-have-Merkmal mehr. Für immer mehr Verbraucher stellt ressourcenschonendes Wirtschaften die Grundbedingung für ihre Kundenbeziehung dar. Auch wenn immer noch bestimmte Bevölkerungsschichten nur auf den Preis schauen, gerade die kaufkräftigen Zielgruppen achten in einem deutlich größeren Ausmaß auf umweltfreundliche Produkte und verlangen dafür auch Beweise.

3. Content Marketing

Ungewünschte Werbung, Push-Werbung, Werbebotschaften im Penetrier-Modus verlieren deutlich an Boden. Der unfreiwillige Medienkonsum von Zwangswerbung und Selbstbeweihräucherung wird von den Kunden nicht mehr geduldet. In Zeiten, wo immer mehr Menschen mit Streaming-Diensten ihr eigener Programmdirektor sind, lässt sich niemand mehr vorschreiben, dass er oder sie unerwünschte Werbung ertragen muss. Jedes Unternehmen muss jetzt in Vorleistung gehen und den Kunden Nützliches, Spannendes und Unterhaltsames präsentieren. Es geht hier um inhaltliche Relevanz, die den eigenen Kunden einen echten Mehrwert bietet. Wer sich die Mühe macht und mit dem Kopf der eigenen Kunden denkt und dafür geeignete Inhalte auf deren besuchten Kanälen bietet, wird beste Kundenbeziehungen aufbauen können.

Marketing Trends

4. Persönlichkeit zeigen

Besonders für kleine mittelständische Firmen geht es jetzt darum Persönlichkeit zu zeigen. Immer mehr Kunden suchen Orientierung. Nicht nur bei etablierten Marken, sondern auch die Sichtbarkeit von Personen, die für die Marke stehen. Die persönliche Bindung zum Lieferanten gewinnt deutlich an Bedeutung. Die Unternehmen müssen aus ihrer Anonymität heraustreten und in den Sozialen Medien mit ihrem Gesicht für Ihr Unternehmen „in die Bütt gehen“. Dabei gilt es, sich in Nischenmärkten einen Experten-Status zu erarbeiten – am besten mit Kurzvideos, die den Mehrwert der eigenen Produkte und Dienstleistungen auf den Punkt bringen. Gerne dürfen diese Aktivitäten dabei auch mit etwas Humor und augenzwinkernder Selbstironie garniert werden. Diese Art der glaubwürdigen Transparenz muss hier von der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern authentisch vorgelebt werden.

5. Eine klare Botschaft

Für was und wen steht unser Unternehmen? Wer genau ist unsere Wunsch-Zielgruppe? Was tun wir in der Zukunft nicht mehr? Auf welchen Umsatz verzichten wir bewusst? Mit welcher Mission zur Rettung des Planeten oder zumindest unseres lokalen Biotops sind wir unterwegs? Wem speziell die letzte dieser Frage zu überkandidelt klingt, muss sich klarmachen, dass die meisten Produkte und Dienstleistungen keine Alleinstellungen mehr besitzen und es ein immer unübersichtlicheres Angebot von hochqualitativen Produkten gibt, die 365 Tage 24 Stunden rund um die Uhr an jedem Ort gekauft werden können. Nur mit einer klaren Botschaft in Form einer kompakten Aufzugspositionierung wird das eigene Unternehmen im Rahmen einer Google-Ergebnisliste noch wahrgenommen.

Die aktuelle Krise wirkt wie ein Brandbeschleuniger und Katalysator zugleich. Viele Geschäftsmodelle werden dabei auf der Strecke bleiben. Dabei kommt es aber weniger darauf an, auf welche Kanäle und Marketing-Maßnahmen die Verantwortlichen bei der Kundenpflege und -neugewinnung setzen. Das entscheidende Thema ist, ob das eigene Unternehmen bei der Wunsch-Zielgruppe die Nummer 1 in der Branche und der Region ist. Alle Zweit- und Drittplatzierten werden es sehr schwer haben. Der zukünftig zielorientierte Einkauf bevorzugt Unternehmen mit einer klaren Positionierung als regionaler Marktführer nach dem Motto: The Winner takes it all. Deshalb sollten Sie so frühzeitig wie möglich sich mit einer klaren Positionierungsstrategie auf den Weg machen.

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Thomas Mohr

Thomas Mohr

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