Schreinerei Gruber – das Paradebeispiel für eine geglückte Positionierung

Bei goldenem Sonnenschein machen wir uns auf den Weg von Naila nach Walkerszell, einem kleinen Ort bei Pleinfeld in Mittelfranken. Der wunderschöne Brombachsee liegt nur einen Steinwurf entfernt. Thomas Gruber empfängt uns freundlich wie immer. Seine Werkstatt ist geräumig. Stolz zeigt er uns seine neuesten Projekte und seinen top ausgestatteten Maschinenpark. Seit zwei Jahren ist er nun treuer Kunde unserer Agentur. In dieser Zeit haben wir viel miteinander erlebt und sind gemeinsam einen emotionalen Weg gegangen.

Aber alles von Anfang an: Der 43jährige hat eine beeindruckende Geschichte hinter sich. 2017 machte er sich gemeinsam mit uns auf eine spannende Reise – seine Neupositionierung. Deswegen besuchen wir heute seine Schreinerei, denn über diese möchten wir mit ihm sprechen.

„Ich mache den Job jetzt seit 18 Jahren und während des gesamten Positionierungsprozesses habe ich mir immer wieder gedacht: Warum sind wir da noch nicht früher drauf gekommen?“ – THOMAS GRUBER

Die Schreinerei Gruber begann wie wohl jedes Unternehmen in dieser Branche, nämlich als ganz klassische Bauschreinerei. Der Bauchladen wurde im Laufe der Jahre immer größer, die Konkurrenz nahm zu, der Preisdruck war hoch, Mitarbeiter waren schwer zu finden. Thomas Gruber steckte in einer Sackgasse, seine Unzufriedenheit wuchs von Tag zu Tag. Als Ein-Mann-Unternehmen waren bestimmte Aufträge für ihn nicht mehr machbar. Schwere Fenster in den 4. Stock zu tragen oder größere und aufwändige Projekte würden ihn mit der Zeit auch körperlich ruinieren.

Vergrößern wollte er sich dennoch nicht, er möchte unabhängig von der Fachkräfteentwicklung bleiben. Sein Wunsch, mehr kreativere Arbeit zu leisten, ging ihm nicht aus dem Kopf. Ganz nach dem Motto ‚Willst du etwas verändern, dann ändere dich‘ sah er den Ausweg in einem Strategiewechsel.

„Man muss selbst aufpassen, nicht in seinem Trott stehen zu bleiben. Die meisten haben Angst vor Veränderung. Sie sehen nicht den Schritt nach vorne, sondern schauen immer nur zurück.“
– THOMAS GRUBER

Das sollte ihm nicht passieren. Genau zum richtigen Zeitpunkt traf er auf unseren Außendienstmitarbeiter Michael Burger. Gemeinsam wagten wir den Schritt ins Ungewisse, in seine Zukunft – für mehr Spaß an seiner Arbeit. Nach der Entwicklung seiner Neupositionierung war er sich sicher: Das ist der richtige Weg!

Schon immer hat Thomas Gruber großes Gefallen daran gehabt, kreativ zu sein und etwas mit seinen Händen zu schaffen. Für eine Handvoll Kunden produzierte er seit Jahren kleinere Möbelstücke oder individuelle Haustüren. DAS waren die Aufträge, die ihm besonders viel Freude bereiteten und die er mit seinem Know-how und seiner technischen Ausstattung perfekt umsetzen konnte. Leider waren es zu wenig davon. Mit seiner Neupositionierung kam die Spezialisierung.

„Mein Ziel ist es, eine Marke zu schaffen. Ich will mich von den anderen Schreinereien bewusst abheben und meiner Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein.“ – THOMAS GRUBER

Anders sein, besser sein! Heute verkauft er nicht mehr seinen Bauchladen, sondern exklusive, handgeschreinerte Möbelstücke für eine lukrative Zielgruppe. Dabei handelt es sich aber nicht um irgendein Möbel. Der Schrank, das Sideboard oder der Esstisch werden nämlich aus heimischen Hölzern gefertigt oder im besten Fall aus dem Baum des Kunden Gartens. Thomas Gruber lebt und liebt Holz. Nachhaltigkeit und ein bewusster Umgang mit der Natur bedeuten ihm viel. Seine Wochenenden verbringt er gerne gemeinsam mit seinen beiden Kindern im eigenen Wald.

Die Scheinerei Gruber legt somit nicht nur höchsten Wert auf eine grüne Produktion, sondern auch auf richtige Unikate. Hier entsteht ein von Grund auf anderes Bewusstsein für Qualität. Die Kunden haben sofort eine ganz andere Bindung zu einem Möbelstück und investieren hier in ein Unikat mit großem idealistischen und emotionalen Wert, das so kein zweites Mal existiert.

„Mein großer Wunsch ist es, dass mehr Bewusstsein und Respekt für das Handwerk in der Gesellschaft entwickelt wird.“
– THOMAS GRUBER

Für diese Neuausrichtung stellte Gruber sein Unternehmen auf den Kopf, investierte groß in seine Marke und in neue Maschinen. Dank der neuesten CNC-Technik ist es ihm jetzt möglich, nicht nur extrem präzise, sondern auch wirtschaftlich zu fertigen. Ein echtes Gruber’sches Unikat kostet dem Kunden somit kein Vermögen mehr.

Ein neues Angebot muss natürlich auch kommuniziert werden. Thomas Gruber stieß mit seiner neuen Positionierung auf eine komplett andere Zielgruppe als die, die er zuvor bediente. Dies erforderte ein exklusiveres Auftreten, das die Qualität seiner Arbeit widerspiegelt. Die hochwertige Planung und Umsetzung seiner Möbel und sein eigener kreativer Prozess sollten sich auch in seinem Markenauftritt wiederfinden.

So entwickelten wir für die Schreinerei ein komplett neues Corporate Design. Vom Logo über sämtliche Geschäftspapiere bis hin zu Website, Werbemittel und Arbeitskleidung – die Schreinerei Gruber macht sich auf den Weg in die Premiumklasse.

Auf die Frage hin, ob ihm der Schritt zu einer solch speziellen Nischenbesetzung schwer fiel, antwortet Gruber gelassen: „Nein! Als wir das Ergebnis erarbeitet hatten, war ich mir da sofort sicher. Beim neuen Design hatte ich mehr Bedenken. Das war ein großer Schritt. Aber das hat sich schnell gelegt. Jetzt bin ich total glücklich. Und das Schöne ist: Der Kunde dankt einem die Mühe, die man in das Design der eigenen Marke steckt. Die Resonanz ist großartig.

Doch wer jetzt denkt, Thomas Gruber ruhe sich auf seinen Lorbeeren aus, liegt falsch. Das war erst der Anfang. Eine Positionierung bleibt nie stehen. Sie muss gepflegt und weiterentwickelt werden, das weiß auch Gruber: „Das Vergleichbare ist immer schlecht. Keiner weiß, was die Zeit bringt. Man kann nur versuchen, sich immer wieder neu zu orientieren und auf den Prüfstand zu stellen. Und auch bei uns war es garantiert nicht das letzte Mal.“ – THOMAS GRUBER

Nach insgesamt zwei Stunden verlassen wir seine Schreinerei wieder und fahren wieder ‚gen Norden. Im Auto sprechen wir noch eine Weile über Thomas Gruber, seine Geschichte und seinen Mut. In diesem Moment spüren wir wieder einmal unheimliches Glück. Glück, Kunden wie ihn zu haben, die gemeinsam mit uns diesen Weg ‚raus aus der Vergleichbarkeit‘ gehen, für mehr Zeit, mehr Freude und mehr Gewinn.

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Josepha Mohr

Hey, ich bin Josepha und stolze Geschäftsführerin von MOYA Markenbildung. Mit geballtem Know-how, den richtigen Werkzeugen und unserem Spezialisten-Team wollen wir kleinen und mittelständischen Unternehmen die beste Beratung bieten. Mit meiner Erfahrung innerhalb der strategischen Positionierung, konzeptionellen Marketing-Entwicklung und systematischen Markenbildung stehe ich unseren Kunden auf ihrem Weg zum Markenaufbau gerne zur Seite.
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